Die Planung: Einen echten Campus an der Bundesstraße schaffen

Rund um die neu zu gestaltende Bundesstraße wächst in den kommenden Jahren ein zentraler Campus für die Naturwissenschaften: das Geomatikum soll saniert, der KlimaCampus ausgebaut und die Informatik aus Stellingen in den Standort integriert werden. Zudem sollen auf dem Campus Flächen für die expandierende Forschung geschaffen werden.

Die Planung: Einen echten Campus an der Bundesstraße schaffen

Ziel der Planungen für den Campus Bundesstraße ist es, einen zentralen und lebendigen, Campus für die Naturwissenschaften zu schaffen, der auch eine hohe Aufenthaltsqualität, neue Wegeverbindungen für Fußgänger und Radfahrer sowie eine Öffnung der Universität zum Stadtteil (siehe „Städtebaulicher Wettbewerb“) bieten soll.

Künftig sollen vier  Fachbereiche der MIN-Fakultät (s.u.) zusammengeführt werden. Die noch in Stellingen ansässige Informatik soll in den Campus an der Bundesstraße integriert und in enger Nachbarschaft zur Mathematik und zum Rechenzentrum angesiedelt werden. Alle am von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Exzellenzcluster CliSAP beteiligten Partner werden zukünftig in unmittelbarer Nähe zueinander forschen und lehren. Dank der engeren Vernetzung der Institute und Partner wird der KlimaCampus Hamburg (www.klimacampus.de) konkret Form annehmen.

Der jetzige Planungstand zum Standort Bundesstraße enthält die notwendigen Anpassungen aufgrund der Vereinbarung zwischen dem Präsidium der Universität und dem Senat der Freien und Hansestadt Hamburg über die Universitätsentwicklung 2013 bis 2020. Berücksichtigt sind weiterhin die neue Aufteilung der Bauabschnitte für die Lehre sowie die notwendigen Modifikationen zur Einhaltung der Kostengrenzen. Danach  werden  künftig am Standort Bundesstraße vertreten sein (alle Angaben in Hauptnutzfläche*):

  • der Fachbereich Geowissenschaften mit  ca. 25.000 qm,
  • der Fachbereich  Informatik mit ca. 7.500 qm,
  • der Fachbereich Mathematik (inkl. Geschichte d. Naturwissenschaften) mit ca. 4.400 qm,
  • der Fachbereich Chemie mit ca. 37.000 qm,
  • das Zentrum für Bioinformatik mit ca. 1.000 qm (ZBH),
  • das Zentrum für Naturwissenschaften und Friedensforschung mit ca. 600 qm  (ZNF),
  • das Institut für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaften mit ca. 4.000 qm (IHF),
  • die Präsidialverwaltung mit ca. 8.700 qm,
  • das Regionale Rechenzentrum mit ca. 3.300 qm.

Ergänzend werden Flächen geschaffen für:

  • das Dekanat der MIN-Fakultät, ca. 600 qm,
  • die zentrale Lehre, ca. 1.800 qm,
  • eine Mensa, ca. 2.200 qm,
  • und eine zentrale Bibliothek, ca. 5.100 qm.

Hinzu kommen Externe Einrichtungen wie z.B.

  • das Deutsche Klimarechenzentrum (DKRZ),
  • das Max-Planck-Institut für Meteorologie.

Die angegebenen Hauptnutzflächen* für die einzelnen Bereiche können sich im weiteren Planungsverlauf noch verändern. Geplant ist, dass die Mathematik und ein Teil der Geowissenschaften sowie die Präsidialverwaltung und das regionale Rechenzentrum in das modernisierte Geomatikum ziehen. Demgegenüber sollen  die Biologie (Biozentrum in Klein Flottbek, dorthin soll  auch die Zoologie ziehen) und die Physik (Bahrenfeld) nicht in Eimsbüttel, sondern an deren externen Standorten ausgebaut werden.

Baubeginn für das erste Gebäude ist für 2014 geplant.

vergrößern Städtebaulicher Funktionsplan (Zwischenstufe) für die Entwicklung der Universität Hamburg am Campus Bundesstraße von raumwerk (Frankfurt) / sehw (Hamburg) Städtebaulicher Funktionsplan (Zwischenstufe) für die Entwicklung der Universität Hamburg am Campus Bundesstraße von raumwerk (Frankfurt) / sehw (Hamburg) (Bild: raumwerk / sehw) In einem ersten Bauabschnitt sollen um das Geomatikum (Baufeld A-1) und auf der Fläche zwischen Bundesstraße und Sedanstraße (Baufeld B) Neubauten für die Klima- und Erdsystemforschung und die Informatik sowie Neubauten für eine zentrale Bibliothek, Hörsäle und eine Mensa entstehen. Der Baubeginn für das erste Gebäude dieses ersten Bauabschnitts ist für 2014 geplant. Mit den vorbereitenden Baumaßnahmen soll Ende 2013 begonnen werden.

Im anschließenden zweiten Bauabschnitt ist geplant, das Geomatikum zu modernisieren. Sein Erhalt hat sich als wirtschaftlicher erwiesen als ein Abriss und Neubau des Gebäudes. Weitere Bauabschnitte betreffen einen Neubau für das Max-Planck-Institut für Meteorologie sowie die Chemie zwischen der Bundesstraße und der Grindelallee. Auf jeden Fall erhalten werden neben dem Geomatikum auch das Deutsche Klimarechenzentrum sowie das Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften. Sicher abgerissen werden im ersten Bauabschnitt die sogenannte „ZMK-Baracke“ an der Sedanstraße, der Pavillon am Geomatikum und in späteren Bauabschnitten die Zoologie (Martin-Luther-King-Platz 3).

Heute stehen an der Bundesstraße Gebäude mit rd. 86.000 qm Hauptnutzfläche. Wenn der erste Bauabschnitt fertig ist, werden rd. 40.000 qm Hauptnutzfläche dazugekommen sein. Räume z.B. für Technologietransfer oder Unternehmenskooperationen sind darin noch nicht enthalten.

*Die Hauptnutzfläche (HNF) ist die tatsächlich nutzbare Grundfläche eines Gebäudes ohne Sanitärräume, Fahrzeugabstellflächen oder Schutzräume. Nicht enthalten sind Verkehrsflächen und technische Funktionsflächen.